Genauigkeitsklasse bei Stromwandlern
Die Genauigkeitsklasse beschreibt, wie exakt ein Stromwandler den Primärstrom auf den Sekundärkreis überträgt. Je nach Anwendung kann eine andere Klasse sinnvoll sein.
Übersicht der Genauigkeitsklassen
| Klasse | Fehlergrenze | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| 0,2 / 0,2s | ± 0,2 % | Eichpflichtige Verrechnungsmessung |
| 0,5 / 0,5s | ± 0,5 % | Untermessung, MID-Energiezähler |
| 1 | ± 1,0 % | Allgemeine Betriebsmessung |
| 5P10 / 10P10 | ± 5 % / ± 10 % | Schutzanwendung (Überstromschutz) |
Was bedeutet das Suffix „s"?
Klassen mit dem Zusatz „s" (z. B. 0,5s) erfüllen die Genauigkeitsvorgaben bereits ab 20 % des Nennstroms statt erst ab 100 %. Damit eignen sie sich besonders für Verbrauchsmessungen mit stark schwankendem Lastprofil, wie es in Gebäudeinstallationen, PV-Anlagen oder Ladeinfrastruktur üblich ist.
Praxisregel
- Monitoring: Klasse 1 meist ausreichend.
- Abrechnung / MID-Messung: Klasse 0,5s oder 0,2s einplanen.
- Schutzanwendungen: 5P10 oder 10P10 mit passender ALF wählen.
- Lastbereich und reale Betriebsbedingungen immer bewerten.
