Stromwandler richtig anschließen – Schritt für Schritt mit Schaltplan

Beim Einbau eines Stromwandlers gehen die meisten Fehler auf drei Dinge zurück: falsche Einbaurichtung, vertauschte Sekundärleitungen und ein offener Sekundärkreis. Wer die Kennzeichnung auf dem Wandler kennt, schließt ihn in wenigen Minuten richtig an.

Primär steht P1 und P2 (ältere Wandler: K und L), sekundär S1 und S2 (älter: k und l). Der Strom im Leiter fließt von P1 nach P2; der Sekundärstrom fließt dann von S1 über das Messgerät zurück nach S2. Der Schaltplan zeigt einen Wandler 250/5 A an einem Messgerät.

Schaltplan Stromwandler anschließen: Leiter von der Netzseite P1 zum Verbraucher P2 durch einen Stromwandler 250/5 A, Sekundärklemmen S1 und S2 mit Leitungen zum Messgerät, Erdung an einem Punkt, Kurzschlussbrücke zwischen S1 und S2
Stromwandler anschließen: P1 zeigt zur Netzseite, S1 und S2 führen zum Messgerät, der Sekundärkreis wird an genau einem Punkt geerdet und vor dem Abklemmen über die Kurzschlussbrücke kurzgeschlossen.
  1. Schritt 1: Einbaurichtung prüfen: P1 (K) zur Einspeisung

    Setzen Sie den Wandler so auf Kabel oder Schiene, dass P1 zur Einspeisung bzw. zum Netz und P2 zum Verbraucher zeigt. Bei mehreren Phasen alle Wandler gleich herum einbauen.

    Ein Amperemeter zeigt auch bei verdrehtem Wandler richtig an. Energiezähler und Leistungsmessgeräte dagegen zählen dann negativ oder als Lieferung.

  2. Schritt 2: S1 (k) und S2 (l) zum Zähler führen

    Je Wandler gehen zwei Leitungen zum Strompfad des Zählers oder Messgeräts: S1 auf den Stromeingang, S2 auf den Stromausgang der jeweiligen Phase. Phase und Wandler müssen zusammenpassen – der Wandler in L1 gehört zum Spannungspfad L1.

    Querschnitt und Länge der Messleitung bestimmen die Bürde. Bei 5 A und langen Wegen wird es schnell knapp; der VA-Rechner zeigt, ob die Nennleistung reicht.

  3. Schritt 3: Sekundärkreis an einem Punkt erden

    Wird der Sekundärkreis geerdet, dann an genau einer Klemme und bei allen Wandlern derselben Messung an derselben – ob k (S1) oder l (S2), schreiben die Technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers bzw. die Planung vor. Mehrere Erdungspunkte erzeugen Ausgleichsströme und verfälschen die Messung.

    • Schritt 4: Nie offen betreiben: vor dem Abklemmen kurzschließen

      Fließt Strom im Leiter, darf der Sekundärkreis nie offen sein – an offenen Klemmen entstehen gefährlich hohe Spannungen. Vor jedem Tausch des Zählers die Sekundärklemmen über Kurzschlussbrücke oder Wandlertrennklemme kurzschließen und erst danach lösen.

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    FAQ

    Wird bei einem Stromwandler k oder l geerdet?

    Geerdet wird genau eine der beiden Sekundärklemmen – bei allen Wandlern einer Messung dieselbe. Welche (k = S1 oder l = S2), legen die Technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers oder die Planung fest. Nie beide Klemmen und nie an mehreren Stellen erden.

    Was heißt K, L und k, l auf dem Stromwandler?

    Das sind die alten Klemmenbezeichnungen: K und L primär (heute P1 und P2), k und l sekundär (heute S1 und S2). K bzw. P1 zeigt zur Einspeisung.

    Wie herum wird der Stromwandler eingebaut?

    P1 (K) zur Netz- bzw. Einspeiseseite, P2 (L) zum Verbraucher. Bei verdrehtem Einbau zählt der Energiezähler rückwärts oder in Lieferrichtung.

    Warum darf der Sekundärkreis nicht offen sein?

    Ohne Last versucht der Wandler, seinen Sekundärstrom zu treiben, und erzeugt dabei gefährlich hohe Spannungen an den Klemmen. Deshalb vor dem Abklemmen immer kurzschließen.

    Mein Zähler zeigt negative Leistung – woran liegt es?

    Meist ist ein Wandler verdreht eingebaut, S1 und S2 sind vertauscht oder Wandler und Spannungspfad gehören zu verschiedenen Phasen.