„Allgemeine Informationen über Stromwandler”
Was macht ein Stromwandler?
Stromwandler sind spezielle Transformatoren zur proportionalen Umwandlung von hohen Strömen auf direkt messbare, kleinere Ströme. Durch die Bauart und dem physikalisches Wirkprinzip, wird eine sichere galvanische Trennung zwischen Primärkreis und Messkreis erzielt.
Stromwandler richtig anschließen
Die Anschlüsse der Primärwicklung sind mit den Großbuchstaben „K“ und „L“ oder „P1“ und „P2“ bezeichnet. Dabei hat die Polung so zu erfolgen dass der „Energiefluß“ von K nach L bzw. von P1 nach P2 fließt. Die Anschlüsse der Sekundärwicklung werden mit den Kleinbuchstaben „k“ und „l“ oder „s1“ und „s2“. Die Polung hat dabei so zu erfolgen, dass die „Energieflussrichtung“ von K nach L verläuft.
Werden die Anschlüsse S1 und S2 vertauscht führt das zu falschen Messergebnissen.
Offenbetrieb von Stromwandler vermeiden
Ein sekundärseitig offen betriebener Stromwandler induziert sekundärseitig sehr hohe Spannungswerte. Diese Spannungshöhe kann Werte bis zu einigen Kilovolt erreichen und stellt somit eine große Gefahr für Mensch und Anlage dar.
Daher sollte der Sekundärstromkreis unter keinen Umständen geöffnet werden, solange im Primärkreis Strom fließt. Ein Offenbetrieb ist zu vermeiden und die Wandler müssen bei Anschluss/Austausch von Messgeräten an den Sekundärklemmen kurzgeschlossen werden.
Müssen Stromwandler geerdet werden?
Bei Niederspannung nein, ab einer Reihenspannung von 3,6kV Ja. Die Erdung dient bei einem Wicklungsschluss zwischen Primär- und Sekundärseite der Sicherheit. Üblich ist es jedoch auch Niederspannungswandler zu erden. Die Erdung kann an der S1(k1)Klemme oder S2(k2)Klemme erfolgen. Die Wandler sollten immer auf der gleichen Seite geerdet werden.
Die richtige Leistungsbestimmung eines Stromwandlers
Bei der Leistungsbestimmung des Stromwandlers sind die Art der angeschlossenen Messgeräte und die Länge und Querschnitt der Leistungen zu berücksichtigen. Aus dem Leistungsbedarf der Messgeräte und der Leitung ergibt sich die Leistung die der Stromwandler aufbringen sollte. Ein Stromwandler mit zu kleiner VA-Leistung, Überbürdung, kann die Klassengenauigkeit nicht einhalten und der Messfehler erhöht sich.
Bauarten eines Stromwandlers
Wickelstromwandler
Schutzstromwandler
Klappwandler (teilbare Stromwandler)
- Kabelumbaustromwandler
- Schienenumbaustromwandler
„Allgemeine Informationen über Energiezähler”
Was misst ein Energiezähler?
Ein Energiezähler, auch Smart Meter, ist ein Messgerät zur Erfassung von verbrauchter bzw. gelieferter elektrischer Energie. Zur Ermittlung der Energiemenge misst der Energiezähler die Spannung und den Strom und ermittelt daraus die übertragene Wirkleistung.
Was ist ein MID Energiezähler?
Die Abkürzung MID steht für "Messgeräterichtlinie" (Measuring Instruments Directive). Die "Europäische Messgeräterichtlinie" ist insgesamt für 10 Messgerätearten gültig zu denen neben Elektrizitäts- und Gaszähler auch Haus- und Wohnungswasser- sowie Wärmezähler gehören. MID-Zähler benötigen keine nachträgliche Eichung mit Eichmarke, sondern entsprechen geeichten Zählern durch die MID-Prüfung und eine EG-Konformitätserklärung des Herstellers.